Erholung und Natur abseits vom Touristentrubel: Landschaftliche und kulturelle Entdeckungen auf der Kanareninsel La Palma
Erholung und Natur abseits vom Touristentrubel: Landschaftliche und kulturelle Entdeckungen auf der Kanareninsel La Palma
18. Juli 2025
Sie ist die westlichste, grünste und individuellste aller Kanarischen Inseln: La Palma, genannt bonita, die schöne Insel, die noch viel zu wenige kennen.
Mit gut 700 Quadratkilometern ist sie nicht sehr groß, aber auch nicht zu klein. Überall liegen versprengte Dörfer und Häuser, die Straßen eröffnen unvergessliche Ausblicke über die Klippen auf das blaue Meer, auf grüne Bananenplantagen, dicht bewaldete Schluchten und auf die Terrassenpflanzungen der Bauernfamilien.

La Palma hat sich über all die Jahre mit ihrer Natur, der Kultur und den freundlichen Bewohnern einen authentischen, respektvollen, erholsamen und leisen Tourismus bewahrt. Ganz wesentlich haben dazu die mutigen Maßnahmen
Foto: © Spacecat74/Pixabay
Im Mittelpunkt einer Reise nach La Palma stehen oftmals nicht nur Strände und Baden, sondern Outdooraktivitäten wie Wandern, Mountainbiken, Paragliding, Surfen oder Tauchen. Über 1.000 Kilometer markierte Wanderwege führen durch Pinien- und Lorbeerwälder, zu Vulkanhängen, Küstenklippen und verlassenen Bergdörfern.

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Entlang der Küste der Insel finden sich zahlreiche natürlichen Pools, die durch uralte Lavaflüsse entstanden sind und ruhige Alternativen zum Schwimmen im Meer bieten. Der Charco Azul in San Andrés y Sauces ist ein familienfreundlicher und gleichwohl selbst zur Hauptsaison nie überlaufener Naturpool, der für seine Umweltqualität ausgezeichnet wurde und mit seiner durchdachten Ausstattung beste Bedingungen für alle Altersgruppen bietet. La Fajana in Barlovento verfügt über drei unterschiedlich große Pools, darunter einen kleinen mit saisonalem Wasserfall, ideal für Kinder. Selbst an diesen bekannten Orten hat man oftmals das Gefühl, einen ganzen Strand für sich allein zu haben. Im Südwesten der Insel bietet der größte Strand der Insel in Puerto Naos nicht nur feinsten schwarzen Sand, der aufgrund des in ihm enthaltenen Olivenstaubs leicht grünlich schimmert, sondern zahlreiche Aktivitäten und eine lange Strandpromenade mit Kokospalmen. Auch wenn Hotels und Appartementanlagen nicht weit sind, so darf sich der Strand seit Jahren mit der Blauen Flagge schmücken.

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Abseits der bekannten Pfade kann man auf La Palma in stillen Dörfern eine Vielfalt verborgener Kulturschätze entdecken – von landwirtschaftlichen Traditionen bis hin zu architektonischen Schmuckstücken. Orte wie Santo Domingo de Garfía, Tazacorte, El Tablado, Los Llanos de Aridane, Santa Cruz de La Palma und Villa de Mazo spiegeln das reiche kulturelle Erbe der Insel wider und stehen den landschaftlichen Reizen in nichts nach.
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Zwischen zwei der tiefsten Schluchten der Insel, dem Barrancos de Los Hombres und Fagundo, liegt El Tablado, ein kleines Dorf, das seine traditionelle Lebensweise bewahrt hat. Die Landschaft ist von Terrassenlandwirtschaft geprägt, in der unter anderem Mais, Kartoffeln und Gerste angebaut werden. Seltene Drachenbäume und Lorbeerwälder dominieren das Bild und machen die Gegend zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber.
Tazacorte liegt an der nordwestlichen Küste und ist für seine ausgedehnten Bananenplantagen bekannt, deren Produkte die EU-Kennzeichnung einer geschützten geografischen Angabe tragen. Die Stadt beherbergt ein Museum, das der Bananenindustrie gewidmet ist, und ein historisches Zentrum mit gut erhaltenen Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Das von jeher für seine Handwerkskunst bekannte Villa de Mazo, ist noch immer das Zentrum der eingetragenen Handwerker auf der Insel, insbesondere was die Kunst der Stickerei angeht. Im Ort erinnern die gepflasterten Straßen und die alten Gebäude an das kulturelle Erbe von La Palma. Die Casa Roja bietet lokal hergestellte Waren an. Villa de Mazo ist zudem ein Zugangspunkt zum Nationalpark Cumbre Vieja mit seinen vielen Wanderwegen und zum archäologischen Park Belmaco, der Einblicke in die frühe Geschichte der Insel gibt. Samstags nachmittags und sonntags morgens findet hier einer der traditionellsten „Mercadillos del Agricultor“ (Bauernmärkte) der Insel statt.
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Neben den kulinarischen Höhepunkten der einheimischen Küche bietet sich auch ein Abstecher zu einem der familiären Weingüter an, die Verkostungen der eigenen Weine anbieten.
Das milde Atlantikklima sorgt das ganze Jahr über und sogar in den andernorts inzwischen viel zu heißen Sommermonaten mit Tageswerten um 25 bis 26 Grad und nächtlichen Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad für angenehme Temperaturen, die mit sauberer Luft zum Wandern oder zu Stadtspaziergängen einladen.
La Palma ist und bleibt eines der Urlaubsorte, die man früher Refugium nannte – ein Rückzugsort vom hektischen Berufsalltag. Es ist eines der immer seltener werdenden Reiseziele in Europa, das Entschleunigung inmitten der Natur bietet, aber niemals langweilig wird. Auch wenn die Insel klein ist, wird der internationale Flughafen von zahlreichen Städten in Deutschland non-stop angeflogen. Eine Unterkunft findet sich für jeden – vom Sternehotel über Pensionen bis zu privaten Ferienappartements oder Bungalows.
Im Hör-Erlebnis schildert Christina Eggert von der Agentur Kleber Group, was den Reisenden auf La Palma erwartet, und gibt Tipps für einen spannenden und entspannten Urlaub auf der Insel.
Hörerlebnis mit Christina Eggert von der Agentur Kleber Group
Foto: © Bastian Pudill/Pixabay
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Christina Eggert