Die Region Occitanie die aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon entstanden ist, feiert bereits ihr zehnjähriges Bestehen. Umgeben von den Pyrenäen im Süden, dem Zentralmassiv im Nordosten und fast 220 Kilometern Mittelmeerküste, mit den zwei dynamischen Städten Toulouse und Montpellier, mit unberührten Landschaften und nicht zuletzt der typisch südfranzösischen Lebensart hat die Region Okzitanien ihre Identität gefunden und lockt mittlerweile Besucher aus der ganzen Welt an.
Der Canal du Midi als UNESCO-Weltkulturerbe
Im Jahr 2026 begeht die Region Occitanie das 30-jährige Jubiläum der Aufnahme des Canal du Midi in das UNESCO-Weltkulturerbe. Dieses visionäre Werk von Pierre-Paul Riquet, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst aus dem 17. Jahrhundert, verbindet Toulouse über eine Länge von mehr als 240 Kilometern mit dem Mittelmeer und ist heute fester Bestandteil der Identität der okzitanischen Region. Der Kanal zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an, die mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Boot das legendäre Bauwerk mit seinen Schleusen, Platanen und malerischen Dörfern erkunden.

Unterhalb des Dorfes Cammazes verbirgt sich ein wahrer Architekturschatz: Das Gewölbe von Vauban, das auch als Cammazes-Tunnel bezeichnet wird. Dieser Tunnel wurde 1686 von Pierre-Paul Riquet im Auftrag des Sonnenkönigs erbaut und spielte eine wichtige Rolle bei der Wasserzufuhr von den Quellen der Montagne Noire (Schwarzes Gebirge) zum Canal du Midi. Dieser 123 Meter lange Tunnel, eine wahre Meisterleistung der Wasserbaukunst, feiert in diesem Jahr sein 240-jähriges Bestehen. Die Stätte lässt sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem geländegängigen Elektroroller erkunden. Der Salon de Vauban lädt zu einer kulinarischen und kulturellen Pause ein, um die Erkundung dieses unterirdischen und wenig bekannten Juwels gebührend abzuschließen.
Auf den Spuren der römischen Antike in Okzitanien
Mit der Aufnahme des Maison Carrée in Nimes 2023 in die prestigeträchtige Liste der UNESCO-Welterbestätten tragen nun zehn Standorte zum internationalen Ansehen der Region Occitanie bei und machen das Reiseziel zu dem Gebiet in Frankreich, das die meisten Welterbestätten besitzt. Zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählen auch die Fêtes de l’Ours (Bärenfeste) und die Fêtes des Brandons (entspricht dem Fastensonntag) in den Pyrenäen, während der Regionalpark Causses du Quercy 2025 sein Label als Global Geopark erneuert hat.

Unweit davon zeugt die archäologische Stätte Amphoralis von einem bedeutenden Produktionszentrum für Keramik während der frühen Kaiserzeit. Weiter östlich veranschaulichen die Arena von Nîmes, das Maison Carrée sowie der ebenfalls UNESCO-geschützte Pont du Gard die außergewöhnliche Vielfalt dieses kulturellen Erbes. In Béziers schließlich soll das auf 30 Jahre angelegte Projekt «Béziers Antique» die Stadt in ihrer römischen Gestalt neu erlebbar machen und die Techniken und das Know-how der Antike in den Mittelpunkt stellen.
Ausflug im 2CV durch die Weinberge von Fronton
Nördlich von Toulouse bietet das historische Weinbaugebiet Fronton eine ebenso originelle wie authentische Möglichkeit, seine Landschaften und sein Terroir zu entdecken: eine genussvolle Ausfahrt im legendären Citroën 2CV. Nur rund dreißig Kilometer von der Ville Rose entfernt lädt diese ländliche Tour dazu ein, leidenschaftliche Winzerinnen und Winzer kennenzulernen und in die lokale Weinkultur einzutauchen – begleitet vom besonderen Charme einer kurvenreichen Strecke zwischen Hügeln, Dörfern und Reben. Unterwegs können Besucherinnen und Besucher die emblematische Rebsorte der Appellation, die Négrette, entdecken, Produzenten treffen, in der Maison des Vins de Fronton eine sensorische Verkostung erleben und in einer traditionellen Auberge regionale Küche genießen. Geteilte Momente, sanfte Landschaften und Begegnungen mit den Akteuren des Weinbaus machen dieses Erlebnis zu einer geselligen und unvergesslichen Art, den Geist des Frontonnais zu erleben – ein Weinland, in dem Geschichte, Geschmack und die Freude am Unterwegssein zusammenfinden
Nachwuchs-Oenologen in Gaillac: eine spielerische Einführung in die Weine des Terroirs

Eine grüne Route durch die Täler von Lot und Célé
Die neue Route für sanfte Mobilität im Célé-Tal, die künftige grüne Route (Voie verte), wird im Laufe des Jahres 2026 Cajarc mit Larroque-Toirac verbinden und so die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger gewährleisten. Sie ist für Familien und Fahrradfahrer konzipiert und bietet eine gut befahrbare Strecke, Aussichtspunkte auf den Fluss Célé und Verbindungen zu lokalen Rundwegen und Kulturerbestätten. Das Ziel dieser Route ist die Förderung von Aktivitäten in der freien Natur (Radfahren, Wandern) und die Schaffung eines roten Fadens für die Entdeckung der Dörfer und Landschaften der Causse.
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Die Tour de la Haute-Garonne mit dem Rad
Mit 13 Etappen auf einer Länge von 665 Kilometern lädt diese brand- neue Radroute, die über wenig befahrene Nebenstraßen führt, dazu ein, das Département Haute-Garonne zwischen Toulouse, den Hügeln des Lauragais, dem Garonne-Tal und den Pyrenäen-Ausläufern (wieder-) zu entdecken. Die Strecke ist für Anfänger und Geübte gleichermaßen geeignet, durchquert 73 Gemeinden und bedient 13 Bahnhöfe, wodurch auch die Kombination von Zug und Fahrrad begünstigt wird.
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